Mit dem herannahenden Ende der Legislatur im Studierendenrat geht für den RCDS auch ein vollkommen ungenutztes Jahr im Gremium zu Ende. Die Bilanz des RCDS Magdeburg aus den Sitzungsprotokollen des Studierendenrates entnommen ist ernüchternd:
Innerhalb der laufenden Legislatur sind die RCDS StuRa Mitglieder von 5 der 7 auf der konstituierenden Sitzung besetzten Posten zurückgetreten.
Ganze NULL ANTRÄGE hat der RCDS im StuRa eingebracht. Sollte die beworbene Attraktive Hochschulpolitik aber Ideenlosigkeit bedeutet, dann wäre der RCDS die wirklich attraktivste Hochschulgruppe.
Dass die RCDS Mitglieder bei „nur“ zwei Sitzungen komplett nicht anwesend waren, bedeutet nicht, dass sie ansonsten immer da wären. Ganze 66,7 % der Abwesenheit im Gremium geht auf die Mitglieder des RCDS.
Anwesenheit im Protokoll bedeutet nicht, dass die Mitglieder des RCDS bis zum Sitzungsende anwesend wären. Wie so oft, so auch bei der vergangenen Sitzung am 6. Mai, verließ die Vorsitzende Anna Genske die Sitzung nach nicht einmal der Hälfte der Zeit. Somit war nur noch ein RCDS Mitglied anwesend. Nicht selten sind bei Sitzungsende gar keine RCDS Mitglieder mehr anwesend. Es ist nur schwer vorstellbar wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Studierendenrates auf diese Weise gewährleistet werden kann.
Zwei von drei RCDS Mitgliedern kommen geradeso auf etwas mehr als die Hälfte der möglichen Anwesenheit bei StuRa Sitzungen. Bei der anderen Hälfte der Sitzungen waren sie schlicht und ergreifend nicht anwesend.
Trotz ihrer glänzenden Abwesenheit, kennen die RCDS Mitglieder immerhin ein bis zwei Geschäftsordnungsanträge des Gremiums. Um meinungsbildende und grundsätzliche Diskussionen -mit zum Teil aberwitzigen Begründungen- abzuwürgen, bedienen sie sich gerne dem Geschäftsordnungsantrag auf „Schließung der Rednerliste“ oder auch „Ende der Debatte und sofortige Abstimmung“. Glücklicherweise müssen auch diese Anträge abgestimmt werden und so ist es nicht selten der Fall, dass der RCDS mit solchen Bemühungen scheitert. Dennoch, dass damit anderen die Möglichkeit genommen wird, sich zu grundsätzlichen und weichenstellenden Themen zu äußern, ist scheinbar egal. Schließlich wollen die RCDS-StuRas ja nicht die letzten auf der Mensa Party sein.
Warum diese Statistiken so wichtig sind? Weil wir an ihnen objektiv verdeutlichen können, wie wichtig es ist, zur Gremienwahl am 1. und 2. Juni zu gehen.
Mit ihrer Inaktivität bürden die RCDS Mitglieder den anderen Mitgliedern des Studierendenrates nicht nur mehr Arbeit auf, sondern sie zerstören auch die Möglichgkeit auf eine produktive Arbeitsatmosphäre im wichtigesten Organ der Studierendenvertretung an der Otto-von-Guericke-Universität.
Dass ein funktionierender StuRa extrem wichtig ist, zeigen die Erfolge der „100 +X“ Demo, die Bemühungen um einen angemessenen Umgang mit dem Thema Datenschutz, oder auch der Einsatz gegen die geplanten Änderungen des Landeshochschulgesetzes Sachsen-Anhalt.
Das Freifahrverhalten der RCDS Mitglieder im Studierendenrat geht sicherlich negativ auf das Engagement anderer Stura-Mitglieder über.
Wer schleppt schon gerne untätige RCDSler ein Jahr lang durch die Legislatur, nur damit diese dann nach den Gremienwahl erneut die hochschulpolitische Arbeit blockieren und torpedieren?
In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser: Informiert euch bevor ihr Wählen geht! Eine untätige Studierendenvertretung kann uns allen nur schaden!