RCDS-Watch-Magdeburg Dokumentarblog über den RCDS Magdeburg 2010-06-15T17:12:16Z Copyright 2010 WordPress Administrator <![CDATA[Gremienwahlen: RCDS großer Verlierer]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=18 2010-06-15T16:01:46Z 2010-06-15T16:01:46Z Allgemein Seit heute Nachmittag können die Ergebnisse der Gremienwahlen hier begutachtet werde.

Der RCDS rutscht von zuvor drei Sitzen im Studierendenrat auf einen Sitz. Die Wählerinnen und Wähler haben die Hochschulgruppe ihrer Leistung entsprechend abgestraft und auf ihre alte größe zurechtgestutzt1. In den vergangenen Legislaturen besetzte der RCDS jeweils einen Sitz im Studierendenrat.
Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende Anna Genske kommt laut den vorläufigen Wahlergebnisse lediglich auf Platz zwei der Liste. Wir warten gespannt auf die ersten Sitzungen der neuen Legislatur. Dort wird sich zeigen wen der RCDS auf dem Sitz platz nehmen lässt. Bleibt es bei dem bislang gewählten Martin Reichelt oder werden durch gezielte Rücktritte die hierachisch übergeordneten Orts- oder Landesvorsitzenden auf den Hocker gehoben?

Bis dahin gratulieren wir den neu eingezogenen Hochschulgruppen zur ihrem Wahlerfolg und hoffen, dass die Existenz dieses Watch-Blogs bald nicht mehr nötig sein wird. Doch seid gewarnt liebe Hochschulgruppen, eine Umbenennung und Neuausrichtung des Watch-Blogs ist jederzeit möglich. Bleibt ihr engagiert, bleiben wir „arbeitslos“!

  1. Bei den Senatswahlen ist der RCDS MD hingegen gänzlich von anderen Hochschulgruppen verdrängt worden. [zurück]
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Administrator <![CDATA[„Lieber RCDS Magdeburg …“]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=16 2010-05-25T18:06:54Z 2010-05-25T18:06:54Z Allgemein Seit heute (25.05.2010) hat der RCDS Magdeburg sein Wahlprogramm 2010 online. Eine Woche vor dem Wahltermin ist es zwar etwas spät dran, hat aber dennoch schon genügend Aufmerksamkeit erzeugt. Über unsere Kontaktadresse haben wir heute dieses Schreiben mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten:

„Lieber Ring Christlich-Demokratischer Studenten (immer noch nicht auf den Gender-Trichter gekommen?!),
mit Bedauern habe ich euer diesjähriges Wahlprogramm zur Kenntnis genommen. Einige Punkte gleichen denen der vorherigen Jahre und nahezu alle Punkte, wurden im Studierendenrat angesprochen oder sogar schon bewilligt. Was ich damit aufzeigen will, ist der Mangel an Kreativität, den ihr hier walten lasst und die belästigenden Wiederholungen.
Vor allem der Punkt, der den Vegi-Tag betrifft, bestürzte mich zutiefst. Ihr scheint trotz der fast anderthalbstündigen Debatte im Sudierendenrat nicht verstanden zu haben, dass der Vegi-Tag eine Bereicherung und keine Eingrenzung des Angebots darstellt. Des weiteren würde ein Vegi-Tag nicht fleischlos, sondern fleischreduziert sein. Jede/r könnte Fleisch konsumieren, wenn er/sie wollte. Er/Sie müsste evtl. mit längeren Wartezeiten rechnen.
Bei eurer Verfechtung der freiheitlichen Selbstbestimmung vergesst ihr kategorisch die Minderheit der Veganer und Vegetarier. Diese Menschen ernähren sich aus einem moralischen Bewusstsein heraus anders und ganz bestimmt nicht nur von Rohkost. Das Angebot der Mensa ist dahingehend zu reformieren, dass diese Minderheiten entsprechend versorgt werden. Ein demokratisches Verständnis schließt die Berücksichtigung von Minderheiten und das Schaffen der Räume, in denen sie ihre Andersartigkeit ausleben können, mit ein.
Ihr zeigt allerdings, dass diese Menschen euch einen Dreck wert sind (was sich mit „kein Mitmensch ist uns egal“ arg beißt…), wenn ihr sie mit der Polemik „Rohkostdiktat“1 vorturteilsbehaftet diskriminiert und sogar noch als Übeltäter bzw. Diktatoren darstellt.
LEIDENSCHAFTLICH UNINFORMIERT!“

  1. Auf einigen RCDS-Plakaten gibt es neuerdings vermutlich selbst angebrachte „Störer“, welche „Gegen die Rohkostdiktat“ fordern. Siehe dazu auch Edition-Flints Artikel.(Anm. d. R.) [zurück]
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Administrator <![CDATA[RCDS-Wahlplakat]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=14 2010-05-21T22:53:52Z 2010-05-21T22:53:52Z Allgemein Seit Mittwoch dem 12. Mai finden sich auf dem Magdeburger Campusgelände die RCDS-Plakate zu den Gremienwahlen.
Auch in diesem Jahr versucht der RCDS Magdeburg nicht durch Inhalte, sondern durch einfachste Sympathiestimulation, auf Stimmenfang zu gehen.1
Das Foto bietet sicherlich eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten, wir wollen uns aber auf die Ankündigungen und Suggestionen der Textelemente beschränken.

Zunächst einmal stellen wir fest, dass die Landesvorsitzende des RCDS und amtierende Studierendenrätin Anna Genske erneut auf Listenplatz 1 kandidieren wird. Ihre „attraktive Hochschulpolitik“ konnte sie in der laufenden Legislatur2 durch die sagenhafte Teilnahme an zehn von achtzehn Sitzungen unter Beweis stellen.3
Was dürfen wir uns von einem „leidenschaftlichen Einsatz“ der Anna Genske erwarten? Wir vermuten: NICHTS. Während im vergangenen Jahr wenigstens noch ein Wahlprogramm zur Verfügung stand, manövriert sich der RCDS Magdeburg unter der einjährigen Leitung Anna Genskes geradezu selbst ins Aus. Wir wünschen viel Spaß im Landesverband und gratulieren dem Ortsverband zur Wahl des neuen Inaktiven: Andreas Köhler. Selbiger führt immerhin den diesjährigen Rekord was Rücktritte4 von gewählten Posten im Studierendenrat angeht und ist mit derzeit neun von achtzehn möglichen Sitzungen Meister der Abwesenheit ohne Vertretung. Unumstößliche Meisterin der persönlichen Abwesenheit war und ist übrigens die nunmehr zurückgetretene Sandra Sielicki, sie schaffte es elf von achtzehn Sitzungen nicht persönlich anwesend zu sein, davon konnte sie für lediglich vier Sitzungen eine Vertretung organisieren.
Zum Vergleich: Mit Ausnahme von LHG (4x ohne Vertretung abwesend) und FIN (jeweils 2x ohne Vertretung abwesend) blieb abgesehen vom RCDS, während 18 Sitzungen der Legislatur, kein Sitz des Studierendenrates mehr als einmal pro Mitglied leer.

Es erstaunt uns doch ein wenig den frisch gewählten Kassenprüfer Max Friese auf dem Wahlkplakat vorzufinden. Wie konnte es Max Friese mit Listenplatz 11 auf das Wahlplakat des eigentlich doch eher hierarchisch funktionierenden RCDS schaffen? Waren Listenplatz 2-10 nicht bereit ihr Gesicht für plumpen Stimmenfang im Fanmeilen-Look herzugeben? Waren die anderen RCDS-Mitglieder wie üblich einfach nicht anwesend? Zumindest sind beide Personen auf dem Plakat Studierende der FWW5, vielleicht verortet der RCDS dort lediglich das größte WählerInnenpotential.

Nachdem die „attraktive Hochschulpolitik“ eine verheerende Bilanz zieht hilft nun nurnoch Leidenschaft. Einzig leidenschaftliches Phrasendreschen war es, wodurch die StuRa-RCDS-Mitglieder in fahrt kommen konnten. So waren es die Glanzmomente des RCDS Magdeburg, als der Organisatoren des „Magdeburger Bildungsstreiks“ als extremistische Steinewerfer beschimpft oder die Diskussionsrunde „100+X“ in der Uni-Bibliothek durch sonst so selten erscheindende RCDS-Mitglieder zur Werbeveranstaltung für Studiengebühren degradiert wurde.

In diesem Sinne bleibt uns, ganz im Geiste der Fussball WM, nur die Forderung nach einem Vorrundenaus des inaktiven RCDS bei den Gremienwahlen.

  1. Man mag von Fussball und Deutschlandmerch halten was man will, aber dieses Plakat ist sowohl optisch als auch thematisch ein qualitativer Rückschritt hinter die eher professionellen und wenigstens universitätsbezogenen Plakate aus dem letzten Jahr. [zurück]
  2. Quellen für die statistischen Daten dieses Eintrags: – http://www.stura.ovgu.de/downloads/inhalt/2009_2010.html – für die Sitzungen vom 16.07.09, 30.07.09, 04.03.10, 08.04.10 sowie 06.05.10 haben wir auf Berichte von Gästen und Sturamitgliedern zurückgegriffen [zurück]
  3. Zusätzlich war Anna G. dreimal dazu in der Lage eine Vertretung für ihr Mandat zu organisieren. Damit bleiben fünf von achtzehn Sitzungen an denen ihr RCDS-Mandat überhaupt nicht wahrgenommen wurde. [zurück]
  4. Bereits zum10.12.2009 mussten die Posten von Andreas K. (Fachkoordinator für Kommissions und Gremienarbeit sowie Beauftragter für studentische Clubs) nachbesetzt werden, Studierendenräte berichteten, dass er mit den Rücktritten nur einer Abwahl wegen Inaktivität zuvorkommen wollte. [zurück]
  5. http://www.uni-magdeburg.de/rektorat/wahlen/2010/BWV10.pdf [zurück]
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Administrator <![CDATA[In eigener Sache]]> http://rcdswatch.blogsport.de/2010/05/18/in-eigener-sache/ 2010-05-18T09:01:49Z 2010-05-18T09:01:49Z Allgemein Liebe Interessierte,

Nachdem wir in den letzten Tagen regen Besuch über StudiVZ, Facebook, Twitter, die GHG-MD-Homepage sowie die Juso-HSG-Homepage erhalten haben gibt es nun auch einen ersten Artikel über uns: Edition-Flint hat einen wohlwollenden und zugleich kritischen Artikel über diesen Watchblog verfasst. Wir bedanken uns für die Anregungen und hoffen nun auch einiges davon umgesetzt zu haben. In der linken Spalte findet ihr von nun an die Rubrik „Updates“, dort werde die neuesten Änderungen auf dem Watchblog dokumentiert. Unter Blogroll sammeln wir nützliche Blogs – wie den von Edition-Flint –, welche aktiv zur Meinungsbildung an dieser Universität beitragen.

Mit freundlichen Grüßen,

das rcdswatch-team

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Administrator <![CDATA[RCDS: weder Aktiv noch Attraktive Hochschulpolitik]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=11 2010-05-10T11:54:24Z 2010-05-10T11:54:24Z Allgemein Mit dem herannahenden Ende der Legislatur im Studierendenrat geht für den RCDS auch ein vollkommen ungenutztes Jahr im Gremium zu Ende. Die Bilanz des RCDS Magdeburg aus den Sitzungsprotokollen des Studierendenrates entnommen ist ernüchternd:

Innerhalb der laufenden Legislatur sind die RCDS StuRa Mitglieder von 5 der 7 auf der konstituierenden Sitzung besetzten Posten zurückgetreten.1

Ganze NULL ANTRÄGE hat der RCDS im StuRa eingebracht. Sollte die beworbene Attraktive Hochschulpolitik aber Ideenlosigkeit bedeutet, dann wäre der RCDS die wirklich attraktivste Hochschulgruppe.

Dass die RCDS Mitglieder bei „nur“ zwei Sitzungen komplett nicht anwesend waren, bedeutet nicht, dass sie ansonsten immer da wären. Ganze 66,7 % der Abwesenheit im Gremium geht auf die Mitglieder des RCDS.3

Anwesenheit im Protokoll bedeutet nicht, dass die Mitglieder des RCDS bis zum Sitzungsende anwesend wären. Wie so oft, so auch bei der vergangenen Sitzung am 6. Mai, verließ die Vorsitzende Anna Genske die Sitzung nach nicht einmal der Hälfte der Zeit. Somit war nur noch ein RCDS Mitglied anwesend. Nicht selten sind bei Sitzungsende gar keine RCDS Mitglieder mehr anwesend. Es ist nur schwer vorstellbar wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Studierendenrates auf diese Weise gewährleistet werden kann.

Zwei von drei RCDS Mitgliedern kommen geradeso auf etwas mehr als die Hälfte der möglichen Anwesenheit bei StuRa Sitzungen. Bei der anderen Hälfte der Sitzungen waren sie schlicht und ergreifend nicht anwesend.2

Trotz ihrer glänzenden Abwesenheit, kennen die RCDS Mitglieder immerhin ein bis zwei Geschäftsordnungsanträge des Gremiums. Um meinungsbildende und grundsätzliche Diskussionen -mit zum Teil aberwitzigen Begründungen- abzuwürgen, bedienen sie sich gerne dem Geschäftsordnungsantrag auf „Schließung der Rednerliste“ oder auch „Ende der Debatte und sofortige Abstimmung“. Glücklicherweise müssen auch diese Anträge abgestimmt werden und so ist es nicht selten der Fall, dass der RCDS mit solchen Bemühungen scheitert. Dennoch, dass damit anderen die Möglichkeit genommen wird, sich zu grundsätzlichen und weichenstellenden Themen zu äußern, ist scheinbar egal. Schließlich wollen die RCDS-StuRas ja nicht die letzten auf der Mensa Party sein.

Warum diese Statistiken so wichtig sind? Weil wir an ihnen objektiv verdeutlichen können, wie wichtig es ist, zur Gremienwahl am 1. und 2. Juni zu gehen.

Mit ihrer Inaktivität bürden die RCDS Mitglieder den anderen Mitgliedern des Studierendenrates nicht nur mehr Arbeit auf, sondern sie zerstören auch die Möglichgkeit auf eine produktive Arbeitsatmosphäre im wichtigesten Organ der Studierendenvertretung an der Otto-von-Guericke-Universität.
Dass ein funktionierender StuRa extrem wichtig ist, zeigen die Erfolge der „100 +X“ Demo, die Bemühungen um einen angemessenen Umgang mit dem Thema Datenschutz, oder auch der Einsatz gegen die geplanten Änderungen des Landeshochschulgesetzes Sachsen-Anhalt.

Das Freifahrverhalten der RCDS Mitglieder im Studierendenrat geht sicherlich negativ auf das Engagement anderer Stura-Mitglieder über.
Wer schleppt schon gerne untätige RCDSler ein Jahr lang durch die Legislatur, nur damit diese dann nach den Gremienwahl erneut die hochschulpolitische Arbeit blockieren und torpedieren?

In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser: Informiert euch bevor ihr Wählen geht! Eine untätige Studierendenvertretung kann uns allen nur schaden!

  1. Auf der konstituierenden Sitzung für die Posten „Beauftragter für Studentische Clubs“ und „Fachkoordinator für Kommissions und Gremienarbeit“ gewählt, wurden die bis dahin von Andreas Köhler „besetzten“ Posten am 10.12.2009 erneut zur Wahl ausgeschrieben. (vgl. http://www.stura.ovgu.de/stura_media/protokolle/10_12_2009.pdf)
    Nach mehrmonatiger Abwesenheit wurde dann am 06.05.2010 auch der zuvor von Sandra Sielicki „bekleidete“ bzw. blockierte Posten für die Fachkoordinatorin für Fachschaftsarbeit erneut zur Wahl ausgeschrieben.[zurück]
  2. Bis zum 08.04.2010 erfreute Sandra Sielicki das Gremium auf sieben von siebzehn Sitzungen mit ihrer Anwesenheit, danach trat sie zurück. Bei gleicher Sitzungszahl (17) schaffte es Andreas Köhler immerhin auf neun Sitzungen, Anna Genske sogar auf rekordverdächtige zehn Sitzungen mit persönlicher Präsenz. (vgl. http://www.stura.ovgu.de/downloads/inhalt/2009_2010.html) [zurück]
  3. Stand:18 Sitzungen (inkl. 22.04.2010) [zurück]
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Administrator <![CDATA[Anekdote über das unehrliche „Engagement“ zweier Hochschulgruppen – von Nicole Schmidt]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=6 2010-05-05T10:01:15Z 2010-05-05T10:01:15Z Allgemein Liebe Interessierte,

Die Gremienwahlen an der OvGU rücken näher. Für gewöhnlich ist die nun einsetzende Wahlkampfphase ein Zeitraum größter Aktivität, auch seitens des RCDS. Bedauerlicher Weise geht es aber nicht um ein Engagement in den Gremien, sondern um Wahlkampf des Wahlkampfes wegen.

In größter Dankbarkeit können wir Euch hier nun einen persönlichen Bericht einer Studentin vorlegen, welche Gelegenheit hatte den RCDS und die LHG (Liberale Hochschulgruppe) von ihrer besten, ja geradezu ehrlichsten Seite kennenzulernen.

[EDIT] Nachdem wir das Dokument zuerst über Umwege erhalten, anonymisiert und veröffentlicht hatten, können wir euch nun das Original zur Verfügung stellen. Die Autorin hat Kontakt mit uns aufgenommen und verdeutlicht, dass es für sie wichtig ist die ihr vorliegenden Informationen und Erfahrungen mit anderen zu teilen, dafür möchte sie auch mit ihrem Namen einstehen. [/EDIT]

Zur Vereinfachung haben wir die von der Autorin vorgenommene Anonymisierung der Hochschulgruppen durch Namen in den Fußnoten ergänzt.

Anekdote über das unehrliche „Engagement“ zweier Hochschulgruppen

Von Nicole Schmidt

Gestern Nacht fuhr ich über den Uni-Campus zu mir. Meine Neugier war für den kleinen Umweg verantwortlich, denn ich konnte mir partout nicht vorstellen, dass wirklich Mitglieder von Hochschulgruppen so früh kamen, um ihre Liste jeweils vor der anderen HSG abgeben konnten.
[Diese Vorgehensweise hat folgenden Hintergrund: Die erste HSG, die abgibt, erhält den Listenplatz 1, die zweite, Platz 2 usw.] Das Büro des Rektorats nahm ab Dienstag, 8.00 Uhr die Listen entgegen. Seit Montag, 13 Uhr standen die ersten bereit. De facto sind das 20 Stunden, bis zum Dienstag (27.04.2010), 8.00 Uhr. Nun hielt ich mit meinem Fahrrad vor dem Rektorat und sah gegenüber circa zehn junge Leute. In dem Moment überlegte ich kurz, ob mein Interesse ein wenig übertrieben war. Sind die ersten Listenplätze für Hochschulgruppen wirklich so wichtig, dass sie sich sogar schon mit einem Pavillon und einem Grill vor dem Gebäude niederlassen? Wohl kaum. Doch dann bemerkte ich starkes Gerede über mich, wie „Frag mal zu welcher HSG die gehört!“ Dann kamen zwei Typen auf mich zu und fragten mich aus. Was ich hier mache, wollten sie wissen.
Mir war nicht ganz klar, was passiert, wenn ich sage, dass ich von der Juso HSG bin. Da ich Studentin der Uni bin, sollte den beiden diese Info erstmal genügen. Ich wollte sicher gehen, das hier bereits einen Tag vorher tatsächlich Hochschulgruppen „anstehen“. Also erkundigte ich mich, warum sie bei Regenwetter grillen. Beide erklärten mir ihre Absicht, den ersten und zweiten Listenplatz zu ergattern.
Da ich meine Mitgliedschaft bei der Juso – Gruppe nicht gleich offen legen wollte, fragte ich nach ihren Zielen und Inhalten. [Ich nahm wirklich an, dass diese festgelegt worden sind.] Derjenige, der als erstes eintraf und heute morgen mit seiner HSG Listenplatz Eins erhielt1, erklärte mir gesprächsbereit, dennoch recht verlegen, dass sie sich darüber noch Gedanken machen müssten.
Aber er wolle die Beiträge deutlich senken, die die Gremien (er ergänzte dem StuRa) für uns verteilen. Ich fragte, welche Projekte seitens der Studierenden demnach noch Unterstützung gewährleistet werden könne. Auch darauf antwortete eher zögerlich mit: „Naja, eigentlich haben die Studenten eh keine Macht, irgendwas zu verändern.“ Unsere Runde wurde immer größer, mittlerweile standen wir alle vor der Tür des Rektorats. Ein Freund von mir (den ich von der Juso HSG kenne) kam nun. Aber wir begrüßten uns normal und keine brachte mich mit den Jusos in Verbindung. Dieser Freund fragte gleich die andere HSG2 (die nun Listenplatz zwei inne hat) warum das Engagement jetzt mit einem mal so groß sei. Ach, er solle mal nicht so tun. „Ich war doch letztens im StuRa.“, bekam er zu hören. Nochmals dachte ich nach und fragte den alkoholisierten Tölpel3: Aber wenn Du doch gewählt wurdest, ist es dann nicht auch Deine Pflicht, nicht nur gegenüber Deinen Wählern, Dein Amt auch wahrzunehmen? Er sah mich kurz an und ignorierte mich. Ich ließ nicht locker und fragte ihn nochmals, was sie an der Uni verändern wollen. Und da war es. Die Aussage die mich wirklich schockierte: „Die Inhalte sind doch scheiß egal. Das muss man mal sagen“.
Ich war perplex und brauchte einen Moment, um meine Gedanken zu sammeln. Meiner Auffassung nach, vertreten alle Hochschulgruppen die Rechte der Studierendenschaft. Je nach Schwerpunktsetzung der einzelnen Gruppen, variieren die konkreten Ziele. So weit so gut. Aber diese beiden Gruppen, haben gar keine Ziele, keine Inhalte. Wofür steht jede Interessenvertretung? Stimmen die Ziele mit meinen Interessen überein? Das sind Fragen, die mich als Studentin
interessieren. Auch auf mehrere Nachfragen musste ich bedauerlicherweise feststellen, dass die Mitglieder der
beiden Hochschulgruppen weder Ziele und Inhalte noch die Absicht haben, sich welche zu
überlegen. In den circa 30 Minuten meiner Anwesenheit fielen zahlreiche diskussionswürdige Aussagen. Ich erwähne nur jene, an dessen Wortlaut ich mich noch sehr gut erinnere. „Der dumme Student macht seine Kreuze auf den ersten Listenplätzen und das wars.“, ist nur ein weiteres Beispiel. Kurz bevor ich mich verabschiedete, stellte ich (mittlerweile sehr klein laut), nochmal die Frage: Meint ihr wirklich das niemand der Studis nachdenkt und nach Zielen der HSGs entscheidet? Eine zufriedenstellende Antwort erwartete ich nicht, nur irgend eine Reaktion…
Naja, wenigstens hat der Vorsitzende der ersten Liste bei meiner Verabschiedung noch gesagt, er sei ein bisschen peinlich berührt gewesen und vielleicht setzen sie sich noch mal zusammen und reden über inhaltliche Ziele.
Ich kommuniziere hier als Privatperson, als betroffene Studentin und möchte niemanden anprangern. Aber ich weise darauf hin, das politische Entscheidungen vielleicht anders getroffen werden, stünden dem Wähler mehr Informationen zur Verfügung.
Aus studentischer Sicht bleibt mir am Ende die Chance, zu entscheiden, welche Gruppe ich für mehr oder weniger kompetent halte und welche inhaltlichen Aspekte meinen eigenen Vorstellungen am nächsten sind.
Ich bin froh, dass diese Einstellungen der beiden HSGs ein Pendant zu den Attitüden anderer HSGs darstellen.
Die Zusammensetzung der Gremien, also unserem Sprachrohr für studentische Anliegen, liegt vom 1. und 2. Juni 2010 in unserer Hand. Ich freue mich auch, meine Stimme den engagierten Hochschulgruppen zu geben und nicht unbedacht, wie mir gestern nahe gelegt wurde, nach dem Rang der Listen zu kreuzen.

Quelle:
http://www.juso-hsg-magdeburg.de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=13

  1. Ein Vertreter der LHG. [Anm. rcdswatch] [zurück]
  2. RCDS [Anm. rcdswatch][zurück]
  3. Hierbei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Andreas Köhler, den neuen Vorsitzenden des RCDS, zu diesem Zeitpunkt einziger männlicher Vertreter des RCDS im Stura. [Anm. rcdswatch][zurück]
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Administrator <![CDATA[PM aus den Archiven]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=9 2010-03-07T09:04:49Z 2010-03-07T09:04:49Z Allgemein Auf unserer Suche nach verwendbarem Material über die Aktivitäten des RCDS haben wir diese Pressemitteilung ausfindig machen können1. Wenngleich sie hastig und holprig zusammengeschustert zu sein scheint, wollen wir sie euch dennoch nicht vorenthalten.
Die Beschlüsse der hier beschriebenen Sitzung2 dienten wenige Tage später als Grundlage für die Positionierung vor dem Landtagsausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur.3 Umso empörender ist es, dass der RCDS sich nicht an der Bearbeitung und Abstimmung von Positionen zu dieser wichtigen Änderung des Landeshochschulgesetzes beteiligte.
Alle Hervorhebungen sind von uns vorgenommen.

Denn wer spaeter kommt, darf frueher gehen

Datum: 06.12.2009
Gemeinsame Pressemitteilung der Hochschulgruppen Grüne Hochschulgruppe, Juso-Hochschulgruppe und Sur l‘eau-Linke Liste

Am 26.11.2009 fand die Sitzung des Studierendenrats der Otto-von-Guericke-Universität aufgrund der tagesaktuellen Situation des Projekt 7 e.V. in den Räumlichkeiten dieses bedeutenden Kulturortes auf dem Campus statt. Vor Ort ging es um die existenzbedrohende des studentischen Clubs Projekt 7.

Leider musste sich der RCDS Mandatsträger und „Beauftragter des Studierendesrates der Universität Magdeburg für studentische Clubs“ aufgrund von „spontaner“ Krankheit für die Sitzung kurzfristig und vertretungslos entschuldigen.

Erst zur Abstimmung des zweiten Tagesordnungspunktes gelang es dem RCDS überhaupt, zwei seiner drei Mandate wahrzunehmen und eine zweite Mandatsträgerin zur Teilnahme an der demokratischen Mehrheitsbildung zu bewegen.

Umso erstaunlicher war es dann für alle Anwesenden, dass die beiden Vertreterinnen des RCDS die laufende Sitzung ohne weitere Begründung verließen, als es zur Diskussion um die Zukunft des Projekt 7 e.V. gehen sollte, wobei ihr Fraktionsmitglied und Beauftragter für Studentische Clubs der Sitzung ohnehin fernblieb.

Konnte der RCDS in der Vergangenheit durch die kontinuierliche Untätigkeit des Beauftragten für studentische Clubs seine stiefmütterliche Beziehung zu diesem Thema schon beweisen, überraschte die Verantwortungslosigkeit des RCDS der Studierendenschaft und seinem gewählten Mandat gegenüber, nun mehr mit gar keinem seiner drei MandatsträgerInnen zu den Tagesordnungspunkten

-Situation/Diskussion/Zukunft des Projekt 7 e.V.

-Positionierung des StuRas zur Änderung des Landeshochschulgesetzes

-große Anfrage des StuRas an das Rektorat zum Thema Rechts

anwesend zu sein.

Damit hat der RCDS ein weiteres Mal bewiesen, wie wichtig ihm die Themen der Studierenden wirklich sind. Besonders makaber wird diese erneute Ignoranz des demokratischen Meinungsbildungsprozesses seitens des RCDS vor allem deshalb, da dieser so gerne per Twitter-Meldungen nach außen seine rege Betriebsamkeit suggeriert, in Wahrheit damit aber seine inakzeptable Handlungsunfähigkeit überspielen will.

Wir fordern den RCDS auf, sein Verhalten öffentlich zu erklären und für die weitere Legislaturperiode die Arbeit des Studierendenrates mit dem erforderlichen Einsatz zu unterstützen.

  1. vgl. Eintrag (26-27 Nov 2009) auf https://twitter.com/sturaOVGU [zurück]
  2. http://www.juso-hsg-magdeburg.de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=8&cntnt01 [zurück]
  3. Laut Protokoll vom 26.11.2009 endete die Sitzung um 2:50 Uhr. Über die Hälfte des Protokolls befasst sich mit Themen bei denen der RCDS nicht mehr anwesend war. [zurück]
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Administrator <![CDATA[Was bisher geschah. Eine Einleitung]]> http://rcdswatch.blogsport.de/?p=2 2010-02-01T18:53:06Z 2010-02-01T18:53:06Z Allgemein Die Hochschulgruppe RCDS Magdeburg, im Folgenden nur noch RCDS genannt, ist mit drei Mitgliedern die zweitgrößte Fraktion im Studierendenrat. Mit dem Rückhalt von 31 Studierenden, welche bereit waren für die RCDS-Liste zu kandidieren, scheint sie personell gut aufgestellt. Beides zusammen, sollte man meinen, bietet Potential, um die Interessen der Studierenden im gewählten Gremium adäquat zu vertreten.

Weit gefehlt! Mit der ersten RCDS-Mitteilung nach der konstituierenden Sitzung des StuRa sollte der Wählerschaft noch ein erfolgreicher Start in die Legislatur verkauft werden:

„Der RCDS konnte die für die Durchsetzung seines Wahlprogrammes wichtigen Posten besetzen.“1

Aus durchaus verständlichen Gründen wurde darauf verzichtet zu erwähnen, dass sich die RCDS-Mandatsträgerin Sandra Sielicki erfolglos um den Sprecherposten für Internes bewarb. Ihre Ausführungen über ein bevorstehendes Praxissemester im Krankenhaus sowie die Jetset-Pläne zu den StuRa-Sitzungen während ihres mehrmonatigen Aufenthalts in London gaben wohl den entscheidenden Ausschlag für ihre knappe, aber – wie sich zeigen sollte – mehr als verdiente, Niederlage.

Insgesamt vertraute der Studierendenrat dem RCDS sechs Posten an:

„Unsere Vorsitzende Anna Genske wird sich nun als Beauftragte für studentische Organisationen und im Bibliotheksbeirat um die Umsetzung unserer Ziele bemühen. Sandra Sielicki kümmert sich um die internationalen Clubs und Andreas Koehler ist Koordinator für Gremienarbeit, sowie Beauftragter für studentische Clubs.„2 [weiterhin wurde Sandra S. zur Fachkoordinatorin für die Fachschaftsarbeit gewählt; Anm. d. Autorin]3

Wie im fortlaufenden noch festzustellen sein wird, gab der RCDS bis zur Hälfte der Legislatur zwei dieser Posten ersatzlos ab, ignorierte zwei weitere und nahm bestenfalls einen Posten gewissenhaft wahr, den Posten der Fachkoordinatorin für Fachschaftsräte. Ironischerweise ist aber gerade dieser Posten scheinbar kein „wichtiger für die Umsetzung des Wahlprogramms“, würde er doch ansonsten in der ersten Mitteilung der Legislatur auftauchen. Mit dem bereits angekündigten Auslandsaufenthalt von Sandra S. endete aber auch diese Phase des RCDS Engagements in den Händen einer anderen Hochschulgruppe4.

Nun ist die Durchsetzung des Wahlprogramms – erfolgreich oder auch nicht – innerhalb der Arbeit im Studierendenrat jedoch eher eine Randerscheinung, richten sich die Kernaufgabe doch eher auf eine adäquate Interessenvertretung der Studierendenschaft, die Bearbeitung von studentischen Problemen und die Unterstützung bzw. Förderung studentischer Projekte.

Dieser Watch-Blog hat es sich zur Aufgabe gemacht die Untätigkeiten und Fehlverhalten des RCDS sachlich bis polemisch zu dokumentieren, zu kommentieren und zu bewerten.
Der Vertrauensmissbrauch dieser Hochschulgruppe ist unser Ansporn, ein vernünftiges Engagement für die Studierendenschaft ist unser Ziel. Attraktive Hochschulpolitik hat ausgedient, wir brauchen wieder Inhalte und organisierte Selbstverwaltung!
Damit die Illusion einer attraktiven Hochschulpolitik ein Ende hat, werden wir aktiv zur Verbreitung und Aufklärung über die inaktive Hochschulpolitik des RCDS beitragen.

  1. http://www.rcds-magdeburg.de/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=39:neuer-stura&catid=18:wahl-09 [zurück]
  2. ebd. [zurück]
  3. http://www.stura.ovgu.de/interessensvertretung/inhalt/koordinatoren_beauftragte.html [zurück]
  4. Zu den Treffen der Fachschaften „Bonzenbier“ lud im Januar Jörg Schulz von der med. Liste „Human Agents“. [zurück]
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